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KLAUS BRANDNER


Wurde als zweites von vier Kindern im Dezember 1965 in Klagenfurt / Österreich geboren. Nach der Volksschule besuchte er ein Gymnasium mit Schwerpunkt „Bildnerische Erziehung“, wo er 1985 maturierte. Seit 1986 ist er freischaffender Künstler.

Über 180 Ausstellungen, vorwiegend im europäischen Raum, machten Brandner zu einem arrivierten Künstler. Zahlreiche Bildbände, Kataloge und Veröffentlichungen in diversen Kunstmagazinen zeugen von seinem stets sich erweiternden Schaffen.

Er ist Mitglied der Berufsvereinigung bildender Künstler Österreichs.



Jeden Tag eine gute Idee

In der Werkstätte oder im Atelier bin ich ständig damit konfrontiert, dass irgendetwas nicht passt. Der Bohrer ist zu dick oder das Holz ist zu dünn oder der Karton zu klein. Es geht sich ums berühmte... nicht aus. Entweder man verzweifelt, oder man holt sich aus dem Spezialgeschäft, das natürlich am anderen Ende der Stadt liegt, diesen einen bestimmten Teil. Dieser kostet dann wieder viel Geld und viel Zeit. Beides bin ich nicht bereit unnütz zu verschleudern. Also was mache ich nun in dieser Situation? Man lässt sich eine gute Idee einfallen. Man nimmt statt des richtigen Bohrers einen falschen und installiert nicht so wie geplant, sondern eben anders, kommt dabei drauf, dass es so eigentlich viel besser funktioniert, man nimmt statt des Holzes einen Karton, denn der ist gerade in der passenden Größe da, und statt des Kartons nimmt man dickeres Papier, und man staune, es hat ja so viel weniger Gewicht. Weil mir solche Situationen täglich mehrmals passieren, hab ich mir angewöhnt einfach eine gute Idee zu haben. Das ist ganz einfach, sie muss einem nur einfallen, und ich bin schon längst mit meinem Stück fertig, wo ein anderer gerade im Spezialgeschäft, auf der anderen Seite der Stadt, sich mit dem Verkäufer herumärgert, weil dieser das Gewünschte leider nicht lagernd hat.



Ich habe immer schon von einem großen Atelier geträumt. Es hat 15 Jahre gedauert bis ich mir endlich diesen Wunsch erfüllen konnte. Meine ersten Ateliers waren winzige Kämmerchen. Wenn interessierte Leute kamen, musste ich sie bitten einzeln einzutreten. Das nächste Atelier war ein ausgebauter Heuschuppen. Erst Jahre später konnte ich ernsthaft an die Planung und auch Realisierung meines neuen großen Ateliers gehen. Im Sommer und Herbst 1999 habe ich mir nun mein "TRAUMATELIER" gebaut. Es misst nun 160 m² und die Werkstätten dazu noch mal 130 m². Hier kann ich endlich so arbeiten wie ich es mir immer vorgestellt habe. Ich habe genug Licht und ich habe es warm durch meinen Kachelofen, es ist gemütlich, und geräumig. Es können nun auch viele Leute auf einmal in mein Atelier kommen, und ich muss niemanden mehr bitten einzeln einzutreten...